NOZ: US-Präsident Trump besetzt diplomatische Leerstelle bei der EU
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NOZ: US-Präsident Trump besetzt diplomatische Leerstelle bei der EU

HOTELIER WIRD TOPDIPLOMAT

Von Thomas Ludwig

Osnabrück. Aus Brüssel kommen Signale, dass man mit dem Hotelier Gordon Sondland als neuem US-Botschafter bei der Europäischen Union leben könnte. Europapolitiker McAllister bezeichnet die Neubesetzung als „Gute Nachricht , auf die wir lange gewartet haben“. Der Posten war seit Amtsantritt von Donald Trump vakant.

Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Europaparlament, David McAllister, hat die offizielle Nominierung des neuen US-Botschafters bei der EU begrüßt. „Dass Präsident Trump mit Gordon Sondland nun endlich einen neuen US-Botschafter für die Europäische Union nominiert hat, ist eine gute Nachricht, auf die wir lange gewartet haben“, sagte McAllister unserer Redaktion. „Es gibt derzeit auf beiden Seiten des Atlantiks recht unterschiedliche politische Sichtweisen auf manche globalen Herausforderungen“, sagte der CDU-Politiker weiter: „Wichtig ist jetzt der politische Dialog. Hier kann der neue Botschafter einen aktiven Beitrag leisten.“ Erst jüngst hat sich die transatlantische Krise verschärft, nachdem die USA aus dem Atomdeal mit dem Iran ausgestiegen sind. Zudem liegen Brüssel und Washington in Handelsfragen überkreuz, nachdem Präsident Trump Strafzölle beispielsweise auf Stahl und Aluminium angekündigt hat.

Lange Vakanz beendet
Der Posten des US-Botschafters bei der EU war seit Amtsantritt von Donald Trump vakant. Den Trump-Vertrauten Ted Malloch hatte Washington im vergangenen Jahr nicht durchsetzen können. Wegen dessen äußerst europakritischer Haltung hatten Europaparlamentarier damals fraktionsübergreifend gedroht, Malloch die Akkreditierung zu verweigern.

Gordon Sondland ist Gründer der Hotelkette Provenance, Mitgründer der Handelsbank Aspen Capital, die vor allem auf dem Immobilienmarkt tätig ist und ein Großspender Trumps. Für ihn zeichnet sich in Brüssel nun Zustimmung ab. Weder aus der EU-Kommission noch aus dem Europaparlament sei massiver Widerstand zu erwarten, heißt es aus Kreisen der Institutionen – vielleicht liegt das daran, dass Sondland in der Vergangenheit auch schon mal kritische Töne für Trump gefunden hat. Sondland hatte sich zeitweise von Trump distanziert, nachdem dieser die Eltern eines gefallenen muslimischen US-Soldaten öffentlich beleidigt hatte.