Presseinformation: Einigung bei drei Förderprogrammen: Erasmus+, Kreatives Europa und Europäisches Solidaritätskorps
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Presseinformation: Einigung bei drei Förderprogrammen: Erasmus+, Kreatives Europa und Europäisches Solidaritätskorps

Drei gute Nachrichten teilt der Europaabgeordnete David McAllister mit: „Das Europäische Parlament und die Mitgliedstaaten haben sich kurz vor Jahresende über den Inhalt von drei wichtigen EU-Förderprogrammen verständigt. So gab es bei

  • dem EU-Austauschprogramm Erasmus+,
  • dem EU-Programm Kreatives Europa für die Kultur- und Kreativwirtschaft sowie die audiovisuelle Branche in Europa
  • und dem Europäischen Solidaritätskorps für die Förderung von Freiwilligentätigkeiten

eine vorläufige politische Einigung. Das Plenum des Europäischen Parlaments und der Rat müssen noch final zustimmen. Das sollte jedoch Formsache sein.

Es freut mich sehr, dass die Programme für die nächsten sieben Jahre ausgestaltet sind und diese pünktlich im Januar starten können.

Wie viel Geld steht für das neue Erasmus+ zur Verfügung?

2,2 Milliarden Euro zusätzlich konnte das Europäische Parlament in den Verhandlungen zum nächsten EU-Mehrjahreshaushalt durchsetzen – das entspricht der Finanzierung eines Jahres im Rahmen des aktuellen Erasmus+ Programms und ist ein wichtiger Schritt hin zu mehr Investitionen in Bildung und Ausbildung. Insgesamt stehen in Zukunft damit mehr als 26 Milliarden Euro im Zeitraum von 2021 bis 2027 zur Verfügung. Zum Vergleich: im vergangenen Programm (2014 bis 2020) waren es 14,7 Milliarden Euro. Damit können wir Erasmus+ als europäische Erfolgsgeschichte fortschreiben.

Was ändert sich zukünftig?

Auf Initiative des Europäischen Parlaments gibt es bessere Möglichkeiten für erwachsene Lernende. So können Europäer, die in Programmen der Erwachsenenbildung eingeschrieben sind, beispielsweise um digitale Fähigkeiten zu erlernen oder Kurse zur beruflichen sowie persönlichen Entwicklung zu besuchen, ab 2021 an Mobilitätsprogrammen teilnehmen. Besonders erfreulich ist auch, dass das neue Erasmus+ Programm inklusiver wird. So bestand das Europäische Parlament darauf, mehr Menschen mit geringeren Möglichkeiten die Teilnahme am Programm zu ermöglichen, unabhängig davon, ob die Benachteiligung auf eine Behinderung, Armut, einen abgelegenen Standort, Migrationshintergrund oder andere Gründe zurückzuführen ist.

Welche neuen Initiativen gibt es?

Die drei erfolgreich angelaufenen EU-Pilotprojekte seit 2018

  • DiscoverEU,
  • die Zentren für berufliche Exzellenz und
  • die Europäischen Universitäten

werden nun unter Erasmus+ angemessen finanziert und fortgeführt.

Wie viel EU-Gelder gibt es zukünftig für den Kultur- und Kreativsektor?

2,2 Milliarden Euro stehen von 2021 bis 2027 im Rahmen des EU-Programms „Kreatives Europa“ für die Branche zur Verfügung. Im letzten Programm waren es 1,46 Milliarden Euro. Wir konnten also eine Erhöhung von fast 800 Millionen Euro erreichen. Es ist zwar nicht die Verdopplung, die das Europäische Parlament gefordert hat, aber eine gute Einigung und ein wichtiges Signal für den kulturellen und kreativen Sektor sowie für die Medien- und Filmbranche. Unsere europäische Kultur ist so vielfältig, wie wir es als Europäer sind. Sie ist ein Spiegel unserer Gesellschaft und spielt eine große Rolle bei der Bildung einer europäischen Identität. Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie braucht der Sektor diese Art der Unterstützung daher mehr denn je!

Was konnte das Europäische Parlament beim Europäischen Solidaritätskorps erreichen?

Mehr als eine Milliarde Euro sind im Programm, das beispielsweise Freiwilligenaktivitäten und Praktika fördert, für den Zeitraum 2021 bis 2027 vorgesehen. Das sind gute Nachrichten für junge Menschen in der EU und darüber hinaus. Als Europäisches Parlament konnten wir durchsetzen, dass Aufnahmeorganisationen die Qualität der Angebote nachweisen müssen. Für Freiwillige, die mit Kindern und Menschen mit Behinderungen arbeiten, wird zudem eine Sondergenehmigung erforderlich sein. Schließlich müssen auf unsere Initiative hin die Kommission und die Mitgliedstaaten darlegen, wie sie Menschen mit geringeren Möglichkeiten einbeziehen wollen. Alle jungen Menschen sollten in meinen Augen die Chance haben, sich in ihrem eigenen Land freiwillig zu engagieren.“