Presseinformation, 23. Januar 2019: Keine zusätzliche Versicherung für Elektrofahrräder!
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Presseinformation, 23. Januar 2019: Keine zusätzliche Versicherung für Elektrofahrräder!

Weniger treten, schneller fahren, entspannter ankommen – Fahrräder mit Elektroantrieb bieten viele Vorteile und werden immer beliebter.

Der Ausschuss für Binnenmarkt und Verbraucherschutz im Europäischen Parlament hat gestern über eine Versicherungspflicht für sog. Pedelecs(Akronym für Pedal Electric Cycle) abgestimmt. Elektrofahrräder, bei denen der Fahrer von einem Elektroantrieb nur dann unterstützt wird, wenn er gleichzeitig selbst die Pedale tritt, sollen rechtlich weiterhin wie normale Fahrräder behandelt werden. Der Abgeordnete im Europäischen Parlament, David McAllister (CDU), begrüßt diese Entscheidung: „Eine europaweite verpflichtende Versicherung ähnlich der von Motorrollern, wie von Grünen und Sozialdemokraten gefordert, würde die Kosten für Pedelecs in die Höhe treiben. Dabei ist das Risiko, das von Pedelecs im Straßenverkehr ausgeht, nicht höher als das eines herkömmlichen Fahrrads. Eine Haftpflichtversicherung, unter der die meisten Pedelecs auch heute schon versichert sind, reicht völlig aus. Gerade bei uns im Norden bieten solche Fahrräder eine gute Möglichkeit, um auch größere Distanzen umweltfreundlich und ohne zu schwitzen zurückzulegen.“

Anfang dieses Jahres hatte die Europäische Kommission eine Überarbeitung der EU-Kraftfahrzeughaftpflicht-Richtlinie von 2009 vorgelegt. Unter anderem wurde vorgeschlagen, den Anwendungsbereich dieser Richtlinie auf Pedelecs auszuweiten. Die Mitgliedstaaten können weiterhin eigene Versicherungspflichten für Elektrofahrräder einführen, diese werden nach Willen des Europäischen Parlaments aber nicht europäisch verpflichtend vorgegeben.